Wiederholung der Geschichte

„Jeder Idiot, entschuldigen Sie diesen harten Begriff, der ein bisschen zu viel getrunken hat und am Fernseher sitzt und einen Kommentar abgibt, kann meinen Namen zusammen mit Bombenlegern nennen. Diese ganze Art … wenn wenn man schon über innere Sicherheit spricht, muss man auch darüber sprechen. Auch die Sicherheit dieser Menschen in diesem Land, die verantwortlich intellektuell arbeiten müssen, denen es erlaubt sein muss, zu erklären, zu differenzieren, zu relativieren … wenn das hier so weiter geht, wird hier eine intellektuelle Landschaft entstehen, die verödet.
Etwas später: … wir werden unter BILD Niveau gezwungen.

Heinrich Böll in einem Interview zur Zeit der Auseinandersetzung mit der 68er – Bewegung, in der Intellektuelle u.a. von Franz – Josef Strauss und dem Fernsehjournalisten Gerhard Löwenthal hart angegangen wurden, weil sie eine Gesprächsebene mit den Studenten herstellten.

Vorgestern sah ich den 2015 gedrehten Film „Eine Deutsche Jugend“ in der Regie von Jean – Gabriel Périot. Im Film werden filmische Schnitte sowie Tondokumente aus den 60ern bis in die 70er aneinandergereiht, die die Entwicklung der 68er – Bewegung, der RAF, Bewegung 2. Juni und damit auch die Lebenswege der Prominenten, Rudi Dutschke, Gudrun Ennslin, Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Holger Meins, Fritz Teufel, Horst Mahler, dokumentieren.

Mir fiel dabei auf, dass sich durch all die Jahre ein Gefühl zog: die Ohnmacht an den bestehenden Verhältnissen nichts verändern zu können. Der Vietnamkrieg, der hierfür verantwortlich gemachte Kapitalismus, die rückblickend betrachtet, gerade erst einmal entstehende Konsumgesellschaft, die Entfremdung des Menschen vom Menschlichen und einiges andere. Die Vollständigkeit der Themen ist nicht wichtig. Ich denke, am Ende war es das Gefühl. Noch als Kolumnistin formulierte Ulrike Meinhof, dass sie die Straße nicht als idealen Ort der politischen Auseinandersetzung sieht, aber vor der Übermacht eines Verlags wie SPRINGER und einer Presse/TV – Landschaft, die nur bestimmten Leuten ein Forum bietet, kaum eine andere Option sieht. Ein anderer Student sagte über das Werfen von Steinen, dass man dies von niemanden fordern könne, aber jemanden, der seine Zeit und Überzeugung gekommen sieht, auch nicht verdenken kann. Andere sprachen darüber, dass es nicht sein könne, wie kritische Filme lediglich dem Beweis einer Meinungsfreiheit dienen, aber im Leeren verhallen.

Die meisten von ihnen können sich mit der Gegenwart nicht mehr auseinandersetzen. Doch mich, dem damals gerade Geborenen, beunruhigt die Aktualität der Aussagen und auch das Zitat von Heinrich Böll. Die Angriffe der sich selbst als Konservative und Liberale sehenden Vertreter der großen deutschen Zeitungsverlage, Privatsender und der Parteien CDU/CSU, FDP sind mindestens ähnlich breit aufgestellt, dogmatisch, polarisierend und von einer eristischen Dialektik geprägt. Heute sind ihre Zielpersonen Klimaaktivisten/innen, System – und Kapitalismuskritiker aus der jungen Generation. Mindestens deshalb, weil die alten Filmausschnitte Gesprächsrunden beinhalten, in denen auf sehr hohen Niveau miteinander gesprochen wird. Zum Beispiel ist heute eine öffentliche differenzierte Auseinandersetzung oder eine Spurensuche für die Gründe, bezüglich des Hambacher Forst, nahezu unmöglich. Sofort wird jeder, der dieses tut, als Befürworter von Gewalt ausgemacht oder zum nach einem Umsturz lechzenden Revoluzzer deklariert.

Ich erlebe derzeit bei Mittzwanzigern eine ähnliche Ohnmacht, wie ich ich sie in den alten Zeitdokumenten sah. Allerdings am Beginn des 21. Jahrhunderts ungleich berechtigter und nachvollziehbarer als zur damaligen Zeit. Der Konsum ist längst keine echte freiwillige Entscheidung mehr, sondern der Verzicht führt auf dem direkten Wege in die soziale Isolation oder wenigstens in gering repräsentierte zumeist isolierte Gesellschaftsteile. Der größte Anteil der Konsumgüter ist nach jahrzehntelanger ausgefeilter Werbung mit Emotionen verbunden, die nichts mehr mit dem Nutzen zu tun haben. Ein gutes Beispiel ist hierfür das Auto. In der breiten Bevölkerung geht es bei diesem Thema nicht um eine Diskussion über einen abstrakten Transport von Personen und Material. Mit dem Auto wird Freiheit, Selbstverwirklichung, Repräsentation, Ausdruck der Persönlichkeit und Lebensart verbunden.
Die öffentliche Diskussion über notwendige Schritte zum Unterlassen weiterer schädlicher Verschmutzung bzw. Zerstörung der Lebensgrundlagen findet in den Social Media, der Presse, in Büchern und multimedial in Funk und Fernsehen statt. Ein einfacher Zugang besteht ausschließlich zu den Social Media. Entsprechend hart treffen dort die Fronten aufeinander. Bei den anderen Plattformen wird es schon schwieriger. Die Zeitungen, Bücher, Broschüren, welche von der breiten Bevölkerungsmasse gelesen werden und die öffentliche Meinung bilden, welche sich dann in den Wahlergebnissen spiegeln, haben wenig Interesse an der Umsetzung der kritischen unter Umständen auch radikalen jungen Meinungen. Wenn, dann handelt es sich eher um glatte angepasste und vor allem nach oben orientierte junge Frauen und Männer.

Also wie verschaffe ich mir als junger Mensch, der dunkle Wolken am Horizont aufziehen sieht, das notwendige Gehör, die Aufmerksamkeit und wie generiere ich Überzeugungskraft? Was tun gegen die Übermacht? Die Lage ist vertrackt! Ein wenig verhält es sich wie bei einer rauschenden Party, auf der plötzlich einer Feuer brüllt, und die Mehrheit mehr oder weniger betrunken das Feuer als eine unterhaltsame Eskalation sehen, über die man sich ein paar Tage später amüsieren kann. Wer einige Parties in den Achtzigern erlebt hat, weiß was ich meine. Was viele aus der konservativen Gegenbewegung nicht sehen wollen ist ein Faktor mit der Bezeichnung Überzeugung.

Laut Brockhaus ist ein Überzeugungstäter:

Überzeugungstäter, derjenige, der sich zur Begehung einer Straftat durch seine sittliche, religiöse oder politische Überzeugung für verpflichtet hält. Das deutsche Strafrecht enthält keine besonderen Bestimmungen für Überzeugungstäter, doch ist bei der Strafzumessung »die Gesinnung, die aus der Tat spricht«, zu berücksichtigen (§ 46 Absatz 2 StGB).

Brockhaus, Überzeugungstäter. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/uberzeugungstäter (aufgerufen am 2020-12-08)

Die da auf der Straße unterwegs sind und sich der Polizei entgegenstellen, im Hambacher Forst Widerstand leisten, ersehen ihre Handlung als eine Pflicht. Eine Pflicht, die aus der Betrachtung von allem aus ihrer Perspektive heraus entstanden ist. Dies kann man ihnen nicht einfach mal so absprechen. Es ist auch nicht sonderlich vermittelnd, wenn ich ohne Ansehen der Person von „Berufs – oder Spaßchaoten“ ausgehe, die der Langeweile mit Aktion entgehen wollen oder sich über einen mehr oder weniger blinden Kampf gegen Autoritäten definieren.

Was sage ich einer oder einem, der sich in der Pflicht sieht zu Handeln, weil sie oder er später nicht als stummer Mitläufer in die Geschichte eingehen will?

Ich bleibe mal beim Hambacher Forst. Es ging los im Jahr 2012. Also noch unter einer von der SPD geführten Landesregierung in NRW, jedenfalls wenn man die ersten Besetzungen des traurigen Rest des Waldes nimmt. Genauer genommen nahm es bereits in den 70ern mit den ersten Rodungen des Energielieferanten RWE seinen Anfang. Braunkohle, Arbeitsplätze, Energie vs. Natur. Aktuell geht es um 200 Hektar Wald von ursprünglich einmal 4100 Hektar.

Die Fakten: Unter dem Hambacher Forst selbst liegen – allerhöchstes – rund 100 Millionen Tonnen Braunkohle. Pro Kilogramm steckt in der rheinischen Braunkohle etwa 2,2 Kilowattstunden (KWh) Wärmeenergie. Gemessen am Wirkungsgrad der RWE-Braunkohlekraftwerke (38 Prozent) wären das rund 0,95 KWh Strom pro Kilogramm Kohle. Das bedeutet: Unter dem Hambacher Forst liegt Braunkohle für maximal 95 Milliarden kWh Strom. Man benötigt etwa 500 moderne Windkraftanlagen (der 4-Megawatt-Klasse), um diese Menge Strom zu erzeugen. Der Berechnung liegt die übliche angenommene Lebensdauer solcher Anlagen von 20 Jahren zugrunde.

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/hambacher-forst-im-kern-geht-es-um-rwe-versus-klimaschutz/23097724-2.html

Ist das nun viel oder wenig? „Das kommt auf die Sichtweise an“, sagt Forscher Quaschning. Natürlich ist das eine theoretische Rechnung. Praktisch wäre es sehr viel teurer, diese Strommenge aus Wind oder Solar herzustellen, denn aus Braunkohle – für RWE. „Für uns als Gesellschaft stimmt das nicht“, so Quaschning, „denn die gesamtem Klimafolgeschäden sind nirgendwo höher als bei Braunkohle. Sie belaufen sich Untersuchungen des Umweltbundesamtes zufolge auf mehr als 104 Euro je Tonne CO2. „Würde man sie sauber einrechnen, müsste der Braunkohlestrom pro Kilowattstunde 10,75 Cent teurer sein“, so Quaschning. Und damit wäre Braunkohlestrom sogar teurer als Strom aus Photovoltaik; auch Windstrom wäre dramatisch billiger.

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/hambacher-forst-im-kern-geht-es-um-rwe-versus-klimaschutz/23097724-2.html

Das klingt zwischen den Zeilen nach Briefumschlägen, gegenseitigen Verpflichtungen, Absprachen und auf Profit ausgerichtetes Handeln. Im Gegenzuge sitzt da eine oder einer bei Wind und Wetter, auch im Winter auf einem Baum. Einer hat sogar mal längere Zeit in einem 6 Meter tiefen Erdloch ausgeharrt. Wenn das nicht nach Überzeugung klingt, weiß ich nicht, was Überzeugung ist. Die wohlfeilen Reden von RWE in Bezug auf eine Renaturierung der Landschaft kann man geflissentlich vergessen. Solche PR Kampagnen inklusive Broschüren mit schönen Bildern haben wir schon im Politische Weltkunde Unterricht Anfang der Achtziger in den ersten beiden Stunden auf einem Montag auseinandergenommen. Die sind albern und völlig substanzlos. Und mit Verlaub, 50.000! Demonstranten bei einer einzigen Demonstration kommen erfahrungsgemäß nicht von irgendwo her.

Es geht demnach jenseits des Hambacher Forst ums Eingemachte. Eine Prinzipienfrage steht im Raum. RWE ist eine Aktiengesellschaft und damit gibt es Aktionäre. Die Leitung einer Aktiengesellschaft ist diesen gegenüber verantwortlich. Fällt der Wert sind die Aktionäre nicht amüsiert, schon gar nicht in einem Land, in dem es immer schwerer wird, sein Geld gewinnbringend unterzubringen. Wobei die wenigsten auf dem Baum so etwas wie Aktien haben und die meisten der eingesetzten Polizisten dürften auch mehr Dispokredit in Anspruch genommen haben, als das sie Besitzer von Aktien sind. Für den Überzeugungstäter ist die Sachlage eindeutig. Wenn sich dies alles nicht ändert, also die Vernichtung der Lebensgrundlagen weiterhin mit Energiehunger, Profit, Wachstum, legitimiert wird, ist es Essig mit der Zukunft.

Der eingesetzte Polizist lebt in einer völlig anderen Realität. Der Hambacher Forst ist keine freiwillige Entscheidung, sondern Dienst. Eher eine abstrakte Angelegenheit. Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Demokratie und ein Rechtsstaat. Die Einwohner des Landes NRW haben in einer freien Wahl eine gelb – schwarze Landesregierung gewählt und damit eine Politik, die diese Prinzipienfrage entschieden hat. Geld, Profit, RWE, Rodung des Waldes, zum Nachteil der Lebensgrundlagen. Das ist die Beschlusslage von der Mehrheit des Volks. Keine Beschränkungen des Konsums, keine Einschränkungen in der Lebensqualität, volle Auszahlung des Aktien – Gewinns, Energie für noch unersättlichere neue Technologien. Ob dies dem einzelnen Polizisten gefällt oder nicht, kann nicht die Frage des Einsatzes sein. Es gibt eine rechtsstaatlich sauber zustande gekommene Anordnung und die ist seitens der Polizei umzusetzen. Das war seit Bestehen der Republik nach 1945 niemals anders. Weder in Brokdorf, Wackersdorf, Startbahn – West, Mutlangen, Castor Transporte, Stuttgart21, Gatower Heide, Heiligendamm, G20 in Hamburg u.v.m.. Order des Tages: Es geht um die Erhaltung des Rechtsstaats.

Am Ende treffen im Wald Überzeugungstäter auf Überzeugungstäter, die einen sind freiwillig da, die anderen könnten auch überall wo anders eingesetzt werden. Neben diesem Umstand trifft Mensch auf Mensch, beide mit sehr unterschiedlicher Persönlichkeitsstruktur, in einer psychologisch hoch brisanten Situation. In solchen Ausgangslagen ist es durchaus sinnhaft, mal genauer hinzusehen. Wäre die/der Polizist/in auf dem identischen gedanklichen Trip, wie die oder der auf dem Baum, wäre Polizist/in nicht mehr dabei. Ich komme als Gesellschaftsmitglied eines Tages nicht mehr daran vorbei, über all das nachzudenken. Eine Frage des Alters … aber eines Tages kommt der Tag. Was tue ich hier und wo lege ich meine Prioritäten? Wären die Themen Klima, Zerstörung der Lebensgrundlagen, und die meiner Auffassung nach ursächlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorgänge, eindeutig geklärt, würden meiner festen Überzeugung nach, einige junge Polizisten/innen den Dienst quittieren. Polizeibeamte/innen sind recht gerade und konsequent im Denken, vor allem hören sie ab und zu mal auf Ältere, die durch den Dreck gegangen sind.

Ich habe Polizei immer als echtes Spiegelbild der Gesellschaft wahrgenommen. Nicht weil die Mitglieder aus allen Bereichen kommen. Dies mag sein, ist aber nicht ausschlaggebend. Mit dem ersten Tag beginnt eine Sozialisierung, die nach fünf Jahren abgeschlossen ist. Im Gespräch, im Konsum, im Verhalten, in der Wortwahl, sind deutsche Polizisten/innen ein Aushängeschild für die breite Masse. Die meisten haben ein Zuhause, was den Vorstellungen von „Schöner Wohnen“ entspricht, die Autos sind angemessen, sauber, gepflegt und angemessen, es werden kaum exotische Drogen konsumiert (Gras, Kokain und Alkohol sind nicht exotisch), die Partnerwahl ist meistens zu erwarten, der Dispo ist ausgereizt (Aussage meiner Bankberaterin: Meine besten Kunden in Sachen Dispo sind Polizisten/innen), das meiste ist auf Pump gekauft.

Jetzt sage ich denen, was der auf dem Baum formuliert: Wenn wir so weiter machen, sind wir in knapp 30 Jahren richtig am Arsch! Dann gehen die Augenbrauen quer und es kommt alles was in der breiten Gesellschaft kursiert. Besser noch! Sie werden sagen: Wenn wir auf Typen wie Dich hören würden, kommt es richtig dick! Ich will den Konflikt gar nicht auflösen. Aber ich denke, in etwa ist die Ausgangslage ganz gut skizziert. Jetzt sitzt der da auf seinem Baum und überlegt, was sie/er gegen die anrückenden Truppen von Mordor (wer es nicht kennt: Herr der Ringe) tun kann. Nun, mit Fäkalien vom Baum werfen ist eigentlich recht harmlos. Davon stirbt man nicht, hat man nach einiger Zeit auf dem Baum ausreichend zur Verfügung, erzeugt Ekel und hält erst einmal ungebetene Gäste fern. Unten findet man dies nicht sonderlich lustig – auch verständlich.

Nicht jeder aus Mordor ist in der Lage auf einen Baum zu klettern, mit Fäkalien und einem Überzeugungstäter in schwindelerregender Höhe klar zu kommen. Also kommt das SEK. Männer mit einer speziellen Psyche, die aus Gründen heraus, das Wort „Verlieren“ nicht kennen. Meistens hoch intelligente Testosteron Container, die nur eins kennen: Ich setze mich durch! Und das Testosteron bewirkt, dass sie ab und zu mehr Wertigkeit auf das Hormon, denn auf die Intelligenz legen. Die treffen jetzt auf eine/einen ebenfalls intelligente/en etwas vergeistigten, nicht wirklich auf Testosteron Wert legende/n, ihrer Meinung nach Spinner/in, die/der eben noch noch mit „Kacke“ vom Baum warf. Ehrlich … ,man muss nicht wirklich Psychologie studiert haben, um zu wissen, dass die jetzt nicht Freunde für’s Leben werden.

Aber vergessen wir eins nicht. Der Ursprung der Nummer war Ohnmacht! Und die wird nicht kleiner durch einen ausgebildeten SEK – Beamten. Ich kenne diese Ohnmacht in einem völlig anderen Zusammenhang. Ich war um die 12 Jahre alt und ein Typ um die 16 Jahre kniete auf meinen Oberarmen und übte sich in „Mucki – Reiten“. Dann machte er einen schweren Fehler. Er stand auf und dachte die Nummer wäre vorbei. Schwerer Fehler! Heute noch schau ich in den Spiegel und blicke auf den zusammengeflickten Zahn. Aber der Typ hat ordentlich bekommen. Sein eigentlicher Fehler war die Ohnmacht, der er mich ausgesetzt hatte. Und genau das passiert aktuell mit jungen Leuten. Lass die ein Urteil bekommen, die Niederlage spüren, die Demütigung, die Gewalt, weil sie aus Überzeugung etwas taten. Ich weiß eins … sie werden es nicht vergessen.

Was der Staat, im Sinne einer Mehrheit der Bevölkerung, warum auch immer sie gerade denken, wie sie denken, unternimmt, wird sich rächen. Ich habe in den vergangenen zwei Jahren bei Twitter die Polarisierung verfolgt. In den nächsten 5 Jahren kommt noch einiges. Das wird ein heißer Tanz. Warum? Als ich die Bilder aus den 60ern sah wurde mir bewusst, Geschichte wiederholt sich nicht, aber mit Veränderungen kommt sie wieder, weil wir den Menschen nicht ändern. Es sei denn … wir reden miteinander. Da hat mich heute „@blaulichtzecke“ überrascht. Nun, wir werden es erleben,

2 Kommentare zu „Wiederholung der Geschichte

  1. Die Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft läuft schon viel länger als seit 2 Jahren und sie rächt sich bereits sehr deutlich!

    Zum Hambacher Forst ist klar festzustellen, dass die Rodung unter rot / grün beschlossen wurde. Das heutige Klientel im Wald dürfte größtenteils grün anhängen und wird von denen sogar aktiv unterstützt, sich gegen den eigenen Beschluss zu wehren. Wir kommen im politischen Diskurs mit solchen Wendehälsen nunmal nicht weiter. Und wir dürfen uns niemals der Gewalt ( und Besetzung ist Gewalt ) ergeben. Denn dann müssten wir uns irgendwann jeder Gewalt ergeben und wo das hinführen kann…… ich möchte nicht dran denken. Wenn es wirklich der mehrheitliche Wille der jungen Generation ist, nicht mehr Auto zu fahren und keine Braunkohle mehr zu verheizen, dann hat sich das Thema in 20 oder 30 Jahren, wenn der viel zitierte alte, weiße Mann ausgestorben ist, ja sowieso erledigt! Und bis dahin wird der kleine Beitrag Deutschlands nichts verändern, weder in Richtung Untergang, noch in Richtung Erhalt des Weltklimas. Ich befürchte aber für die armen Teufel in den Bäumen, dass sie wieder auf verlorenem Posten sitzen und die ganze FFF Bewegung fleißig aufs Auto umsteigen wird, und ebenso leichtfertig mit unserer Umwelt umgehen wird, wie wir und die Generationen vor uns!

    Insofern zitiere ich mal ansatzweise deinen Spruch auf deiner Startseite….. „Der Mensch ist ein nackter Affe……“

    1. Bevor sie auf’s Auto umsteigen, werden sie eingekauft. Ein Prozess, der bereits voll im Gange ist. Sie werden eingeladen, vorgezeigt, als Verkaufs – u. Wahlargument missbraucht. Bin da auch etwas ratlos.

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