über Trölle …

Lesedauer < 1 Minute

2019 endete nach 32 Jahren meine Zeit bei der Kriminalpolizei Berlin. In der ältesten bekannten buddhistischen Überlieferung steht: „Vernachlässige nicht die eigene Aufgabe um einer anderen willen, und sei sie noch so groß. Erkenne Deine eigene Aufgabe und erfülle sie.“

Heute betrachte ich die vergangene Zeit als Ausbildung für das, was ich jetzt tue. Jene Dinge, die ich beim Reisen und in meiner Umgebung sehe, genau zu beobachten, zu beschreiben und manchmal in einem überspitzten Bild zu zeichnen. Aus dem Pali – Kanon zitiere ich mit Bedacht. Die letzten Jahre haben mich dem Buddhismus näher gebracht. Ich sehe ihn nicht als die Verkündung der Wahrheit, sondern in bester Tradition des von Sokrates vorgezeigten Wegs, als Anleitung zur Suche und Verständnis.

Über Jahre hinweg dachte ich, mit mir würde etwas gemacht werden. Durch den Buddhismus habe ich gelernt, dass es eine Wechselwirkung zwischen allem gibt. Ich selbst bin der Architekt meines Lebens und meine Handlungen wirken sich darauf aus.

Unser Leben wird von unserem Geist geformt, und wir werden, was wir denken. Leiden folgt einem üblen Gedanken, wie die Räder eines Karrens den Ochsen folgen, die ihn ziehen.

„Er war wütend auf mich, er griff mich an, er besiegte mich“ – jene, die bei solchen Gedanken verweilen, werden nie frei sein von Hass.

Pali – Kanon 1. & 4 . Zwilligsvers

Viel mehr gibt es kaum zu sagen. Ich denke meine Texte und Bilder sprechen für sich selbst. Aktuell schreibe ich in diesem BLOG an einem Webbook, dessen Kapitel ich nach und nach online stelle. Ich nenne es den Versuch ein wenig mit der Zeit zu gehen.

Trölle, Februar 2021

Kommentar verfassen